Duchess behielten in Wien die Nerven und feierten ersten Saisonsieg

Autor: B. Hradil
Foto: © Basketball Austria/M. Solovai
Die BK Raiffeisen Duchess schrieben im zweiten Saisonspiel erstmals an. In einer bis in die Schlusssekunden umkämpften Partie setzten sich die Klosterneuburgerinnen auswärts bei den Vienna Timberwolves mit 56:51 durch. Matchwinnerin war Martha Pietsch mit 26 Punkten, in der entscheidenden Phase setzte aber auch Youngster Karla Theodorovics mit einem wichtigen Dreier ein Ausrufezeichen.
Die Duchess mussten in Wien auf mehrere Spielerinnen verzichten. Neben Langzeitausfall Michi Wildbacher fehlten auch Vicky Matzka und Stella Popp. Dadurch erhielten unter anderem die jungen Lea Haslwanter und Karla Theodorovics zusätzliche Einsatzzeit und machten ihre Sache ordentlich.
Den besseren Start erwischten allerdings die Gastgeberinnen. Die Timberwolves gingen rasch mit 6:0 in Führung, während die Duchess offensiv zunächst überhaupt nicht in Rhythmus kamen. Erst nach rund fünf Minuten gelang der erste Korb. Danach fanden die Klosterneuburgerinnen aber zunehmend besser in die Partie. Mehrere Chancen zum Ausgleich blieben zunächst ungenutzt, ehe Martha Pietsch rund 90 Sekunden vor Viertelende mit einem Dreier erstmals die Führung herstellte. Mit 17:15 ging das erste Viertel schließlich an die Duchess. Auf Seiten der Timberwolves bereitete vor allem Sophie Kunert große Probleme und erzielte bereits im ersten Abschnitt elf Punkte.
Zu Beginn des zweiten Viertels übernahmen die Duchess dann zunehmend die Kontrolle. Vor allem Inga Orekhova setzte gegen ihren ehemaligen Verein Akzente: Zwei Dreier der routinierten Flügelspielerin halfen dabei, die Führung rasch auf 25:15 auszubauen und zwangen die Timberwolves zu einer frühen Auszeit.
In der Folge hielten die Duchess ihren Vorsprung zunächst relativ konstant. Gegen Ende der ersten Hälfte ging die Trefferquote allerdings deutlich zurück, gleichzeitig schlichen sich einige Fehler ein. Die Gastgeberinnen konnten daraus jedoch nur wenig Kapital schlagen, sodass Klosterneuburg mit einer 33:26-Führung in die Halbzeitpause ging.
Nach Seitenwechsel verloren die Duchess offensiv erneut ihren Rhythmus. In den ersten rund fünf Minuten des dritten Viertels gelangen lediglich zwei Punkte, die Timberwolves nutzten diese Schwächephase und glichen zum 35:35 aus. Danach stabilisierte sich Klosterneuburg vor allem defensiv wieder. Pietsch übernahm zunehmend Verantwortung und die Duchess zogen bis zur letzten Viertelpause erneut auf 45:38 davon.
Entschieden war damit allerdings noch nichts. Die Timberwolves starteten mit einem 5:0-Lauf in das Schlussviertel und machten die Partie wieder völlig offen. Die Duchess behaupteten zunächst knapp ihre Führung, leisteten sich in der hektischen Schlussphase aber mehrere Ballverluste und gaben Wien damit wiederholt Möglichkeiten, das Spiel zu drehen.
Rund eine Minute vor Schluss war es schließlich soweit: Kunert brachte die Timberwolves mit 50:49 in Führung. Die Antwort der Duchess ließ allerdings nicht lange auf sich warten – und kam von Karla Theodorovics. Die junge Klosterneuburgerin traf im direkten Gegenzug einen enorm wichtigen Dreier zum 52:50.
Christina Hofstetter bekam anschließend drei Freiwürfe zugesprochen, verwandelte jedoch nur einen davon. In der Folge mussten die Timberwolves die Uhr mit Fouls stoppen. 13 Sekunden vor Schluss erhöhte Helena Linder von der Freiwurflinie auf 54:51, ehe Antonia Reissner Kunert den Ball abnahm. Pietsch sorgte schließlich mit zwei weiteren Freiwürfen für den 56:51-Endstand.
Pietsch war mit 26 Punkten die mit Abstand erfolgreichste Werferin der Duchess. Oryna Bolotnikova und Inga Orekhova steuerten jeweils acht Punkte bei, Helena Linder kam auf sechs. Bei den Timberwolves war Sophie Kunert mit 22 Punkten Topscorerin.
Die Duchess lagen insgesamt mehr als 30 Minuten in Führung und erarbeiteten sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von elf Punkten. Dass die Partie dennoch bis zum Schluss offen blieb, lag nicht zuletzt an insgesamt 28 Ballverlusten der Klosterneuburgerinnen. Umso wichtiger war, dass die Mannschaft in der entscheidenden Phase die richtigen Antworten fand und nach der Auftaktniederlage gegen Wels den ersten Sieg der neuen Saison einfuhr.
Vienna Timberwolves vs. BK Raiffeisen Duchess 51:56 (15:17, 11:16, 12:12, 13:11)
Dukes mussten sich Gmunden nach engem Schlagabtausch geschlagen geben
Nach dem Auswärtssieg in Wels am Freitag mussten die BK Karbon-X Dukes am Sonntag eine knappe Niederlage hinnehmen. In einer bis in die Schlussminuten offenen Partie setzten sich die Raiffeisen Swans Gmunden im Happyland mit 80:75 durch. Den Dukes fehlten dabei Patrick McMahon und Elias Wlasak.
Dukes holen ersten Saisonsieg in Wels
Die BK Karbon-X Dukes schrieben erstmals in der neuen Saison an. In einer über weite Strecken völlig offenen und hart umkämpften Partie setzten sich die Klosterneuburger auswärts bei den Raiffeisen Flyers Wels mit 86:81 durch. Insgesamt wechselte die Führung nicht weniger als 26 Mal. Den Unterschied machten unter anderem die bessere Dreierquote und eine starke Mannschaftsleistung der Dukes.
Besonderes Duell in Wien: Duchess treffen auf die Timberwolves
Nach dem überraschenden Fehlstart in die neue Saison wollen die BK Raiffeisen Duchess am kommenden Sonntag erstmals anschreiben. Am 4. Oktober um 15:30 Uhr gastiert das Team von Headcoach Diana Picorusevic bei den Vienna Timberwolves in der Sporthalle Steigenteschgasse. Dabei kommt es gleich zu mehreren Wiedersehen auf beiden Seiten.
Dukes verlieren Auftakt gegen Eisenstadt
In einer sehr intensiven Partie mit 25 Führungswechseln verlieren die BK Karbon-X Dukes gegen die COLDAMARIS Eisenstadt Dragonz mit 74:80. Letztlich war die Reboundüberlegenheit der Burgenländer (49:28) ausschlaggebend.
BK Raiffeisen Duchess kassieren zum Auftakt überraschende Niederlage
Die runderneuerten BK Raiffeisen Duchess verlieren zum Auftakt der neuen win2day Basketball Damen Superliga-Saison überraschend gegen DBB Wels. Die Klosterneuburgerinnen gaben dabei einen 17 Punkte-Vorsprung aus der Hand.
Saisonstart der Duchess im Happyland
Das letzte Mal trafen die BK Raiffeisen Duchess im letztjährigen Halbfinale auf die Damen des DBB Wels. Nun steht die Wiederauflage an – wenn auch in deutlich veränderter Zusammensetzung.





