Großer Kampfgeist bis in die Overtime: wU16 unterliegt Vienna United denkbar knapp

Autor: M. Lechner
Foto: © BK NextGen
Endstand: Basket Duchess – Vienna United 75:81 n.V. (66:66, 34:37)
Viertelstände: 12:22 | 22:15 | 13:14 | 19:15 | OT: 9:15
Zum Auftakt der Superliga empfing die neu formierte wU16 der Basket Duchess das Team von Vienna United zu einem echten Krimi. Nach drei Abgängen wichtiger Leistungsträgerinnen und dem verletzungsbedingten Fehlen unserer Führungsspielerin Anna Penalver stand für uns ein stark verjüngtes Team auf dem Parkett. Dennoch entwickelte sich von Beginn an eine Partie, die deutlich enger und intensiver verlief als vorab vielleicht erwartet.
Nach einem noch etwas nervösen Start im ersten Viertel (12:22) fanden wir im zweiten Abschnitt über herausragenden Einsatz zurück ins Spiel. Gestützt auf unsere erfahreneren Kräfte – Helene, Barbara und Emilia –, die enorme Minuten abspulen mussten, zeigten wir echten Führungscharakter und bissen uns Punkt um Punkt heran. Bei den jüngeren Spielerinnen stachen besonders Rosa und Anna hervor, die sprichwörtlich ihr Herz auf dem Feld ließen und defensiv unermüdlich ackerten. Gleichzeitig merkte man einigen unserer jüngeren Mädchen noch die Unerfahrenheit auf wU16-Superliga-Niveau an, was gegen den physisch sehr starken Druck der Gegnerinnen verständlich ist, aber wertvolle Lehrstunden für die kommenden Aufgaben bot.
Die letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit entwickelten sich zu einem echten Nervenkrimi. In der Verteidigung schlichen sich in dieser hektischen Phase leider ein paar entscheidende Fehler ein: Der Fokus in der Transition-Defense ging verloren, und gegnerische Werferinnen kamen phasenweise zu freien Distanzwürfen, die diese auch sehr gut zu nutzen wussten. Zu allem Überfluss klebte uns auch noch ein wenig das Pech an den Händen: Ein sehr streng ausgelegtes Offensivfoul gegen uns und ein regulär verwandelter Freiwurf, der am Schreibertisch nicht gewertet wurde und nur der Tribüne auffiel, kosteten uns wichtige Zähler. Vorne stemmten wir uns dennoch mit allem dagegen: Angeführt von unseren Routiniers Emilia Winkler, Barbara Sammer und Helene Kreuzhuber hielten wir das Spiel offen und zeigten an der Freiwurflinie Nervenstärke.
Aus unserer Sicht „leider“ kam es dann dennoch zur Overtime. Dort forderte die intensive Aufholjagd schließlich ihren Tribut, während auch der Ausfall der verletzten Franziska Renner schmerzte. Helene und Babsi gingen bereits mit je vier Fouls vorbelastet in die Extrazeit; nach vollem – an dieser Stelle des Feldes vielleicht etwas zu riskantem – Einsatz musste Babsi schließlich mit dem fünften Foul vom Parkett. Mit schwindenden Kräften fehlte am Ende die Frische, um das Spiel noch einmal zu drehen. Trotz der 75:81-Niederlage überwiegt der Stolz: Dieser unglaubliche Kampfgeist ist genau das Fundament, auf dem wir für die nächsten Spiele aufbauen
Werferinnen Duchess:
Winkler 29, Sammer 19, Renner 9, Kreuzhuber 7, Schmid 5, Amon 2, Winkenstern 2, Alaeto 2, Wilplinger 0, Wimmer 0, Rütgen 0, Eibensteiner 0